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Die Welt der Farben und Formen

Mauerleben

Seit etwa 12 Jahren male ich und zwar zunächst Aquarelle und später Acryl und Öl. Ich habe immer gerne in Gruppen gearbeitet, merkte dann aber, dass ich mich dabei nicht gut konzentrieren kann und die Arbeit etwas in den Hintergrund gerückt war. Also habe ich mir einen von Licht durchfluteten Arbeitsplatz zu Hause eingerichtet, an dem ich ungestört war und der alle möglichen Experimente zuließ: arbeiten mit Papier, Schiefer, Fotos, Fundstücken, Farbpigmenten, Mineralien, colorierten Kunstharzen und Strukturmassen. Manche Arbeiten haben wochenlang gedauert und manches habe ich später abstrakt gespachtelt, um wieder Neues zu erhalten. Am liebsten male ich mit Ölfarben, das erlaubt wunderschöne Lasuren und Farbverläufe, aber leider trocknet es natürlich sehr langsam, dann greife ich doch wieder zu Acrylfarben, die so praktisch sind.

Kopflastig

Es macht aber eben alles ungeheuer viel Spaß und immer habe ich ein Bild im Kopf und dann machen sich häufig die Hände selbständig und wollen etwas anderes malen und meine Augen spielen da mit, so dass ich es immer erst viel später merke.

Seit etwa 3 Jahren arbeite ich auch Skulpturen. Das kam so:

Unser jüngster Sohn hatte im Liebeskummer das heiß geliebte, alte Familienauto zu Schrott gefahren und war sehr traurig und wollte etwas zur Erinnerung behalten. Da habe ich mir vom Schrotthändler zerbeultes Blech geholt, es gereinigt und mit Hammer und Zange so lange bearbeitet, bis es mir gefiel. Bei einem Steinmetz fand ich einen wunderschönen hohen Stein, in den meine Skulptur aufgeklebt wurde. Das gefiel einem befreundeten Galeristen, der dann weitere in seiner Galerie ausstellen wollte. So ging ich damit in die Serienproduktion. Später habe ich sie im Regen rosten lassen, dann teilweise vergoldet und heute schmücken einige davon unseren Garten.

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